Wie finde ich einen guten Coach?

Als Neueinsteiger in einer Firma oder nach einer Beförderung sieht sich manche Fachkraft mit unerwarteten Gegebenheiten konfrontiert, beispielsweise wird ihm die Leitung eines Teams übertragen. Es kann vorkommen, dass sich diese Aufgabe nicht so leicht bewältigen lässt und dadurch wichtige Projekte gefährdet werden.

Dann kann es sinnvoll sein, sich nach einem Coaching umzusehen, das dabei hilft, die zielführenden Lösungsansätze zu erkennen und umzusetzen.

Gestehe ich eine Schwäche ein, wenn ich Beratung benötige?

Nur keine falsche Scheu, es ist vielmehr ein Zeichen von Stärke, den Bedarf nach Unterstützung zu erkennen. Manchmal sind die Strukturen in einem Unternehmen nicht so transparent, wie es wünschenswert wäre. Oder so eingefahren, dass es schwer ist, sie aufzubrechen.

Es ist weitaus einfacher, ein neues Team zu bilden und dabei bestimmte Maßstäbe des „Diversity“-Managements anzulegen, als mit einem bereits bestehenden Team zu arbeiten.

Wo bieten gute Coaches ihren Service an?

Das Internet ist eine wahre Fundgrube, ggf. auch das eigene professionelle Netzwerk, dessen Mitglieder meist zu den Zielgruppen von kompetenten Business-Coaches zählen. Wer sich entschieden hat, selbst Coachee zu werden, ist meistens ausreichend sensibilisiert, um sich von bestimmten Profilen angesprochen zu fühlen.

Wichtig ist dabei, dass der betreffende Coach keinen „Gemischtwarenladen“ anbietet, sondern sich ausdrücklich als erfahrener Berater von Fach- und Führungskräften definiert. Aus Gründen der Diskretion wird er keine konkreten Referenzen aufführen, aber beispielsweise die Branchen nennen, in denen er bereits tätig war.

Kann ich auch zu einem empfohlenen Coach gehen?

Das kommt ganz darauf an. Sollte etwa der Vorgesetzte einen bestimmten Coach nennen, so ist Vorsicht geboten. Es ist meistens nicht eindeutig, wie gut die beiden sich kennen. Insofern sollte das Risiko, dass der Coach im Vorwege von oben „gebrieft“ wird, besser vermieden werden.

Kommt die Empfehlung von einer vertrauenswürdigen Person wie einem guten Bekannten, kann zumindest ein (meist kostenloses) Vorgespräch zum Beschnuppern vereinbart werden. Es sollte aber darauf geachtet werden, dass dieser nicht für den Bekannten gleichzeitig tätig ist. Grundsätzlich ist so viel Distanz zum eigenen Umfeld wie möglich zu beachten bei der Wahl des passenden Coaches.

Was sollte im Vorgespräch besprochen werden?

Der Coach wird einige Fragen stellen, um sich ein Bild von der Problemstellung und von der Persönlichkeit des potenziellen Coachees zu machen. Dieser sollte ehrlich sein und zugeben, wo es hakt. Wohlgemerkt ist ein Coach kein Therapeut, der eventuell bestehende psychologische Störungen behandeln kann. Sollte er feststellen, dass diese vorliegen, wird er einen entsprechenden Hinweis aussprechen und das Coaching nicht übernehmen.

An der Art der Fragestellung kann der Interessent bereits feststellen, ob die Chemie zwischen ihm und dem Coach stimmt. Trifft dies zu, ist schon viel gewonnen. Dennoch sollte er sich nach einigen Punkten erkundigen und dabei sachlich bleiben.

Er kann beispielsweise fragen, wie die gemeinsame Arbeit ablaufen wird und nach welcher Methode der Coach arbeitet. Wird er dem Coachee z. B. Aufgaben stellen? Sinnvoll sind ebenfalls Fragen, wie häufig man sich sehen wird und was eine Sitzung kostet.

Wie kann die Vorbereitung auf die erste Sitzung aussehen?

Da Coaching meist nicht billig ist und die Kosten von der Kasse nicht übernommen werden, sollte dem Coachee an Effizienz gelegen sein. Hat er ein akutes Problem zu lösen wie etwa Widerstände und daraus resultierende mangelhafte Ergebnisse in einem Team, so sollte er sein Ziel definieren. Dies so exakt und konkret wie möglich herauszuarbeiten, wird ihm dank der Erfahrung des Coaches noch besser gelingen – aber er sollte diesem nicht die Arbeit überlassen.

Kooperation ist das A & O für den Erfolg eines Coachings. Manchmal hilft es auch, als Vorbereitung auf die erste Sitzung einige Sätze zu formulieren, die die gewünschte Lösung umreißen. Die weiteren Schritte gehen Coach und Coachee dann gemeinsam.