Pflanzen im Büro

Pflanzen in den Büros sind kaum noch wegzudenken. Es gibt kaum noch einen Betrieb, in denen nicht im Eingangsbereich, im Konferenzraum oder aber in den Büroräumen selbst Pflanzen aller Art zu finden sind. Bisher waren sie für viele Menschen einfach nur schön anzusehen und verströmten eine gewisse Wärme. Und selbst, wenn keine echten Pflanzen in den Räumlichkeiten vorhanden waren, dann waren dort zumindest Kunstblumen zu finden. Somit entwickelten sie sich als ein wichtiges Accessoire zur gemütlicheren Raumgestaltung. Allerdings haben echte Pflanzen noch entscheidende andere Vorteile, die einen Einsatz berechtigen.

Kunstpflanzen entpuppen sich häufig schnell als ein Staubfänger, die dann der allgemeinen Gesundheit der Mitarbeiter mehr schaden können. Ebenso bedürfen sie einer hohen Pflege, damit sie ihr Aussehen erhalten. Echte Pflanzen hingegen reichern die Luft mit Sauerstoff sowie mit Feuchtigkeit an, so dass sich der Feuchtigkeitsgehalt in der Luft auf einem gesunden Level befindet. Grünpflanzen mit großen Blättern geben dabei die meiste Feuchtigkeit ab und bringen die relative Raumfeuchtigkeit auf etwa 60 Prozent. Sammelt sich Staub auf den Blättern, dann liegt der Wert in der Regel bei unter 40 Prozent, was unter zu zahlreichen Beschwerden bei den Mitarbeitern führen kann. Dazu gehören nicht nur Konzentrationsschwäche und Probleme mit den Atemwegen, sondern ebenfalls Augenreizungen, Kopfschmerzen und Hautjucken können sich bemerkbar machen. Die Krankheitsrate der Arbeitnehmer steigt an. Trockene Heizungsluft im Winter sowie eine Klimaanlage sind verantwortlich dafür, dass sich Viren ausbreiten können. Ist jedoch die Luftfeuchtigkeit ausreichend hoch, so wird sich auch dies positiv in der Krankenstatistik bemerkbar machen.

Aber darüber hinaus sind Pflanzen auch bekannt, die Luft im Büro zu filtern. Häufig sondern Drucker, Kopierer sowie Computer schädlichen Elektrosmog ab, Putzmittel und Teppiche hingegen andere schädliche Stoffe, die nicht unbedingt die Gesundheit fördern. Durch die Pflanzen werden die Schadstoffe relativiert und kommen nicht mehr zum Tragen. Darüber hinaus haben die pflanzlichen Mitarbeiter einen weiteren Vorteil: sie sind in der Lage, Geräusche zu schlucken und den Lärmpegel herunterzusetzen. Das Arbeiten gestaltet sich somit wesentlich angenehmer, wenn nicht laufend Geräuscheinflüsse von außen den eigenen Gehörgang belasten.

Wenn man überhaupt von Nachteilen sprechen will, Pflanzen im Büro aufzustellen, dann liegen diese darin, dass es sich dabei auch um Lebewesen handelt, die gemäß ihren persönlichen Anforderungen ihr Wasser benötigen sowie in der Hauptwachstumsphase auch ihren Dünger. Aber möglicherweise wird sich immer jemand unter den Mitarbeitern finden, die einen gewissen grünen Daumen besitzen und die Pflege mit übernehmen. Ebenso kann es nötig werden, in bestimmten Abständen einen Gärtner in den Betrieb kommen zu lassen müssen, der den Pflanzen einen gesunden Schnitt verpasst, damit sie dauerhaft in Form bleiben und ihr schönes Aussehen behalten. Jedoch weiß ein Gärtner genau, wo er eine Pflanze zurückschneiden muss, so dass ein gesundes Wachstum gewährt werden kann. Für manche Arbeitgeber mag es sich vielleicht auch die Anschaffung negativ herausstellen, denn je nach Betriebsgröße wird ein gewisser Kostenfaktor auftreten. Aber im Hinblick auf die sinkende Krankenrate bei den Mitarbeitern stellen sich diese Kosten als gering dar.

Allerdings sollte darauf geachtet werden, welche Pflanzen den Einzug in die Büroräume finden werden. Von aufdringlich duftenden Pflanzen sollte man Abstand nehmen, denn sie können dauerhaft als überaus unangenehm empfunden werden. Sicherlich ist gegen Blühpflanzen nichts einzuwenden, aber da häufig eine gesteigerte Pflege benötigen, ist die Anzahl gering zu halten. Sie eignen sich als farblicher Blickpunkt, die die Laune nochmals steigern können. Eine Zimmerlinde, Becherprimel oder das allseits beliebte Usambaraveilchen eignen sich hierbei hervorragend. Auch eine Topfrose ist eher unaufdringlich in ihrer Duftnote, so dass auch diese gewählt werden kann. Zu den luftreinigenden Pflanzen gehören Efeu, Säulenkakteen, Ficus, Einblatt oder auch die Grünlilie. Letztere eignet sich auch für lichtkarge Ecken, sowie die Schusterpalme oder die Dattelpalme.