Coaching: Erfolgsfaktor Persönlichkeit

Beim Vorwärtskommen im Beruf kommt es nicht nur auf die vorhandenen fachlichen Qualifikationen, sondern auch auf die grundlegenden Charaktereigenschaften eines Menschen an. Davon ist es nämlich abhängig, wie er seine vorhandenen Kenntnisse in ein Team oder ein Gesamtunternehmen einbringen kann. Hinzu kommt, dass ein Mitarbeiter je nach Ausprägung bestimmter Auftretensweisen unterschiedlich in einem Team von den Kollegen und dem Chef wahrgenommen wird. Ein Coaching kann die verschiedenen Persönlichkeitstypen transparent machen.

Der Schüchterne

Ein schüchterner und zurückhaltender Mensch wird sein Wissen und seine Fähigkeiten immer aus dem Hintergrund heraus einbringen. Er möchte nicht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen und tendiert eher dazu, seine Ideen und Innovationen in Einzelgesprächen mit Kollegen zu teilen. Daraus ergibt sich die Gefahr, dass seine Vorschläge dann von Dritten offiziell unterbreitet werden und sie auch das Lob und eventuell damit verbundene materielle Vorteile einkassieren. Ein schüchterner Charakter kann sich also zum Hemmnis auf der Karriereleiter erweisen. Als gangbare Alternative könnte der Schüchterne beispielsweise seine Ideen schriftlich ausarbeiten und seinem Chef vorlegen.

Der Rücksichtslose

Ein Mensch mit einem draufgängerischen Charakter „platzt“ seine Ideen und sein Wissen heraus, egal ob die Situation sich dafür eignet oder nicht. Das heißt, dass er vom Chef und vom Team auch wahrgenommen wird. Im negativen Fall bedeutet das aber auch, dass der Rücksichtslose mit seinem Verhalten „aneckt“ und Spannungen im Team förmlich provoziert. Das kann im Extrem auch dazu führen, dass er von den Kollegen weitgehend gemieden wird. Hinzu kommt der Neid, der eine Eigenschaft ist, die jeder Mensch in unterschiedlichen Ausprägungen besitzt.

Der Stratege

Der strategisch und taktisch denkende Mensch hat die besten Chancen, im Beruf gut vorwärts kommen zu können. Er plant genau durch, wann und wie er seine Ideen am besten einbringen kann, so dass sie von den Vorgesetzten am besten wahrgenommen werden. Dazu muss er natürlich auch ein guter Beobachter sein, der Situationen möglichst objektiv beurteilen kann. Der Stratege ist auch derjenige, der sich die Zeit nimmt, sich mit den Signalen der Körpersprache auseinanderzusetzen, um die richtigen Rückschlüsse aus den Reaktionen der Mitarbeiter und des Vorgesetzten ziehen zu können.

Der „Ja“-Sager

Der „Ja“-Sager ist bei vielen Chefs besonders beliebt. Ihm kann man alle unangenehmen Aufgaben „aufs Auge“ drücken, ohne einen Widerspruch befürchten zu müssen. Solche Leute behält man natürlich gern und so ist es sehr unwahrscheinlich, dass ein „Ja“-Sager schnell befördert wird. Er wird immer „die rechte Hand“ des Chefs bleiben, aber nie selbst Chef werden können. Die Haltung der Kollegen wird sehr zwiespältig sein. Die Einen sind froh dass ihnen unangenehme Arbeiten abgenommen werden und die Anderen werden das gnadenlos ausnutzen und den „Ja“-Sager auch verantwortlich machen, wenn dem Team Fehler bei der Arbeit unterlaufen sind.